Psychologue - Psychothérapeute  ( français - allemand )
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Body Shaming


| 10 May, 12:47 - 2020 | 1240




"Viele Jahre habe ich damit verbracht, meinen Körper zu hassen und ihn nicht zu Respektieren!"

 

Ich bin froh das ich endlich anfange zu verstehen das mein Körper etwas Wundervolles ist und das Weiblichkeit nichts ist, dessen man sich Schämen sollte. 

Wie viele junge Mädchen und Frauen gibt es auf der Welt, die mit Körperkomplexen herumlaufen? ich denke das schon eine einzige zu viel ist!

Wir machen uns viel zu selten bewusst was es eigentlich bedeutet eine "Frau" zu sein, über die Macht der Weiblichkeit und des Lebens zu verfügen. 

Frauen werden seit jeher mit den Begriffen "Schönheit & Verführung" zusammen identifiziert..

 

Erst jetzt am Anfang meiner 30er, fange ich an zu verstehen wie schön es ist eine Frau zu sein und seinen Körper anzunehmen, ihn zu pflegen und ihn zu Respektieren 

Über viele Jahre hinweg habe ich nämlich genau das Gegenteil getan und wie ich heute weiß, sind viele körperliche Probleme daraus entstanden.

 

Ich habe Zuviel Fast Food gegessen, zu viele fertig Gerichte oder Maggi/Knorr Tüten "gekocht" und anstatt das ich öfter mal zu dem Glas Wasser gegriffen habe, schmeckte mir die Cola oder der Energy doch einfach viel besser.

"Morgen kannst du auch noch anfangen was zu verändern", war mein stetiger Leitsatz. "was du heute kannst besorgen, das verschiebe stets auf morgen", war meine Devise. 

Jetzt aber begreife ich das genau das der Knackpunkt vielen Stresses war. Man denkt sich morgen ist auch noch ein Tag oder, man ist ja noch jung hat noch so viel Zeit. Aber ehe du Dich versiehst sind 10 Jahre um und du stehst immer noch auf demselben Fleck. Du bist immer noch mit denselben Dingen unglücklich und eigentlich ist alles was vor 10 Jahren doof war, immer noch genauso doof. 

Also warum nicht anfangen? Warum nicht einen anderen Weg gehen als den, den man bereits 10 jahrelang gegangen ist und der einen doch immer nur vor die gleiche Türe gebracht hat? 

 

Meine Gedanken sind folgende... 

Es ist die Bequemlichkeit. Unteranderem. Ich kann natürlich überwiegend nur von dem ausgehen was ich von mir selber her kenne, aber durch Beobachtung der letzten Jahre der Menschen in meinem Umfeld, und durch viele Gespräche und mehr zuhören als reden, habe ich feststellen können das auch andere Menschen dasselbe Leid teilen wie ich.  Es ist bequem "schnell" zu kochen, es spart ungemein Zeit aus der Tüte heraus was zu zaubern, was so voll von Geschmacksverstärkern und Konservierungsstoffen ist (Konservierungsstoffe: Diese sind bedenklich) , das einem beim Anblick der Zutatenliste schon schlecht werden sollte, es andererseits aber genau durch diese Chemische Behandlung die reinste Geschmacksexplosion für den Geschmackssinn ist. Und grade, wenn man Kind und Kegel Zuhause rumspringen hat kann es sehr verführerisch sein mal Ausnahmsweise eine Maggi Tüte zu kochen, oder bei Mc Donalds essen zu gehen.

Leider schleichen sich diese Ausnahmen doch irgendwann viel zu häufig in den Alltag ein, eben weil sie das Leben so vereinfachen. Also Hinterfragen wir die Inhaltsstoffe nicht mehr und schieben die Gedanken vom ungesunden Essen beiseite. 

Die immer stärker werdende Bequemlichkeit, die auch durch die stark wachsende Digitalisierung gefördert wird, lässt uns vergessen wie vielfältig und lecker, frisches selbst zubereitetes Essen sein kann. Und das es nicht immer mit extremen Zeitaufwand verbunden sein muss. Im Gegensatz zu Fast Food oder Maggi/Knorr Tüten, weißt du was auf deinem Teller liegt und musst nicht erst die Zutatenliste Googlen. Dein Körper bekommt ausreichend gut verwertbare Nährstoffe und Vitamine und du fühlst dich nicht bereits nach einer halben Stunde wieder hungrig oder total träge.

 

Jahrelang war ich zu bequem und habe auf die Schnelle gekocht, mir keine Zeit für das Essen genommen und meinem Kind damit nicht beigebracht wie es richtig geht, sondern ihm vermittelt das es keine Rolle spielt womit du deinen Körper versorgst. Ich habe viel geredet, aber nie gehandelt. Ich war super darin anderen Ratschläge zu geben wie sie „dies“ oder „das“ besser machen könnten. In der Theorie wissen wir das alle, aber wenige handeln auch nach dem was sie sagen. Und gefühlt war ich ein Spitzenkandidat darin.

Es passiert mir auch heute noch das ich es nicht immer schaffe so zu handeln wie ich rede. Aber die Aussetzer sind nicht mehr täglich, so wie sie es noch vor 3 Jahren waren. Heute bin ich schneller dazu in der Lage mein inkonsequentes Verhalten zu reflektieren und neu zu kalibrieren.

Angefangen bei einer gesunden Lebensweise, welche ich auch meinem Kind nahebringen möchte.

Das bedeutet nicht das ich mir permanent alles verbiete was ungesund, oder „schlecht“ für den Körper ist. Ich möchte mich nicht mal in die Position begeben darüber zu urteilen was „gut“ oder „schlecht“ ist (ich mein das gewisse Inhaltsstoffe einfach gesundheitsschädlich sind, ist mittlerweile geläufig), was ich aber weiß ist, das die Menge entscheidend ist in der man seinem Körper etwas zuführt.

Da ich mich mittlerweile prozentual gesehen deutlich gesünder ernähre als ungesund und zudem noch sportlich aktiv bin, fallen ungesunde Ausreißer nicht auf. Mein Körper fühlt sich gut an und es macht mir Spaß ihn anzusehen. Ich laufe nicht mehr mit gesenktem Blick an einem Spiegel vorbei und natürlich (ich bin schließlich eine Frau ^^) macht es wieder unglaublich Spaß Shoppen zu gehen.

 

 

Klamotten kaufen glich für mich mehr einem Spießrutenlauf durch die Geschäfte. Und ganz schlimm war es, wenn deine Begleitperson deutlich schlanker war als du und so ziemlich jedes schöne Kleidungsstück problemlos anprobieren konnte, während du danebenstehst und bereits wusstest, das sie es nicht in deiner Grö0ße führen und wenn doch du in der „eigentlich passende Größe“ aussiehst wie eine Presswurst.

Dieses und andere Erlebnisse haben mich dazu gebracht mich und meinen Körper immer mehr zu verstecken. Meine Weiblichkeit nicht anzunehmen und anstatt meine eigenen Fehler zu erkennen und zu bearbeiten, die Schuld auf irgendwen oder irgendetwas anderes zu schieben.

Das ich heute hier bin wo ich bin habe ich guten Menschen zu verdanken. Menschen, die mich immer neu aufgebaut haben mit ihrer bedingungslosen Ehrlichkeit, mit tiefen Gesprächen die meine Problem Wurzeln erkannten und mir halfen diese zu erkennen und zu verstehen und dagegen anzugehen.

 

3 Jahre Geistige und Mentale Arbeit an mir selbst, fast 30 Kg leichter und körperlich fit, fühle ich zum ersten mal was es bedeutet eine Frau zu sein. Ich erkenne die Schönheit, die mir die Natur zum Geschenk gemacht hat und ich respektiere dieses Geschenk und halte es in Ehren.



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